Keramik-Terrassenplatten sind hart, dicht und pflegeleicht. Damit die Terrasse viele Jahre hält, kommt es aber auf den richtigen Unterbau an. Hier erklären wir die drei gängigen Verlegearten, sagen, wofür sie sich eignen, und worauf Sie achten sollten.
Vorab: Was alle Verlegearten gemeinsam haben
- Gefälle: Planen Sie 1,5 bis 2 % Gefälle vom Haus weg ein, also 1,5 bis 2 cm pro Meter. So läuft Regenwasser ab und steht nicht auf der Fläche.
- Tragfähiger Untergrund: Der Boden darf sich nicht setzen. Bei Neubauten oder aufgefülltem Boden lohnt eine gut verdichtete Tragschicht aus Schotter.
- Werkzeug: Keramik ist sehr hart. Zum Schneiden brauchen Sie eine Nassschneidemaschine oder einen Winkelschleifer mit Diamantscheibe für Feinsteinzeug.
- Stärke: 2 cm starke Platten reichen für die meisten Terrassen. 3 cm starke Platten sind stabiler und gut für stark belastete Flächen oder größere Stelzlager-Abstände.
1. Verlegung auf Stelzlagern
Bei dieser Methode liegen die Platten an den Ecken auf höhenverstellbaren Kunststofflagern. Darunter bleibt ein Hohlraum, durch den Wasser abläuft. Die Fläche ist dadurch sofort trocken und frei von Unkraut in den Fugen.
Gut geeignet für: Balkone, Dachterrassen, Flächen über Abdichtungen und Terrassen auf einem festen Untergrund wie Beton oder einer verdichteten Schotterschicht.
Darauf achten: Die Lager müssen auf einem ebenen, tragfähigen Untergrund stehen. Bei größeren Formaten setzt man zusätzlich ein Lager in die Plattenmitte. Mit 3 cm starken Platten sind größere Abstände zwischen den Lagern möglich.
2. Verlegung im Splittbett (ungebunden)
Die klassische Methode für den Garten. Auf eine verdichtete Tragschicht aus Schotter kommt ein Bett aus Splitt, etwa 3 bis 5 cm dick, in das die Platten gelegt und ausgerichtet werden. Die Fugen werden mit Fugensand oder einem wasserdurchlässigen Fugenmörtel gefüllt.
Gut geeignet für: Terrassen und Wege im Garten, auf gewachsenem Boden.
Darauf achten: Halten Sie eine Fuge von mindestens 3 mm ein und verwenden Sie Fugenkreuze. Keramikplatten werden nicht abgerüttelt, sondern mit einem Gummihammer ausgerichtet.
3. Verlegung in Mörtel oder Kleber (gebunden)
Bei der gebundenen Verlegung kommen die Platten in ein Drainagemörtel-Bett oder werden auf eine Betonplatte geklebt. Die Fläche ist dann sehr fest und bewegt sich nicht.
Gut geeignet für: Flächen mit vorhandenem Betonuntergrund, stark belastete Bereiche und Terrassen, auf denen schwere Möbel oder Pflanzkübel stehen.
Darauf achten: Verwenden Sie einen Drainagemörtel und einen Haftschlämme, damit die Keramik gut hält. Planen Sie Dehnungsfugen am Rand und bei größeren Flächen auch in der Fläche ein.
Welche Kante, welche Fuge?
Platten mit Naturkante sind leicht konisch und brauchen eine Fuge von einigen Millimetern. Gesägte Platten sind minimal untermaßig, mit ihnen sind sehr schmale, gleichmäßige Fugen möglich. Platten mit antiker Kante sehen mit einer breiteren Fuge am besten aus.
Pflege nach dem Verlegen
Keramik braucht keine Imprägnierung. Entfernen Sie nach dem Verlegen Mörtel- und Kleberreste gründlich, solange sie noch frisch sind. Danach reichen Wasser und ein Schrubber, bei Bedarf ein milder Reiniger für Keramik.
Die passende Platte finden
Ob Holzoptik, Betonoptik oder Natursteinoptik: Alle unsere Keramik-Terrassenplatten finden Sie in der Kategorie Terrassenplatten. Bei Fragen zu Menge, Untergrund oder Lieferung beraten wir Sie gern persönlich.
Hinweis: Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick. Für die Ausführung gelten die Verlegehinweise des Herstellers und die einschlägigen Fachregeln. Im Zweifel fragen Sie einen Fachbetrieb.
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